Zusammen mit Volker Harling (Landratskandidat) im Gespräch der Geschäftsführung der Tarmstedter Ausstellung über die Auswirkungen der Pandemie

Am 02. Juni besuchte Volker Harling Tarmstedt, wo seit 1949 jährlich die inzwischen größte landwirtschaftliche Ausstellung im deutschen Raum durchgeführt wird. Dirk Gieschen, einer der Geschäftsführer der Ausstellungs-GmbH, begrüßte zusammen mit Julia Wöltjen, als Prokuristin unter anderem für die Standplanung verantwortlich und Markus Hauschild, Leiter Landwirtschaft, den Landratskandidaten von SPD und Grünen, den Samtgemeindebürgermeisterkandidaten der SPD, Bernd Sievert, und den Bürgermeister der Gemeinde Tarmstedt mit den Worten: „ Das vergangene Jahr war für uns eine besondere Herausforderung, weil sowohl die Ausstellung 2020 als auch 2021 abgesagt werden musste.“ Durchschnittlich besuchten in den letzten Jahren zwischen 90.000 und 110.000 Besucher die Ausstellung, die für die regionale Wirtschaft von besonderer Bedeutung ist. Allein aus dem Landkreis Rotenburg/Wümme sind an der Durchführung als Aussteller und Dienstleister 160 Firmen, Selbstständige und Freiberufler beteiligt, für die die Absage auch wirtschaftliche Einbußen zur Folge hatte, die sowohl für 2020 als auch für 2021 jeweils im höheren einstelligen Millionen-Bereich angesetzt werden können.

Im Umkehrschluss hat die Ausstellung in diesem Zusammenhang eine wichtige Wirtschaftsförderungsfunktion für den Landkreis. Das zwei Jahre hintereinander die Ausstellung abgesagt werden musste, hielten alle Beteiligten zuvor für undenkbar. Der wirtschaftliche Ausfall für die Ausstellungs-GmbH betrug 99,8 %. Allein die monatlichen Fixkosten haben den Umfang eines höheren fünfstelligen Betrages. Da die kommunale GmbH nicht in den Rettungsschirm der Bundesregierung passt, gibt es zurzeit lediglich Unterstützung durch die Gemeinde bzw. Samtgemeinde Tarmstedt.  Bereits 2020 unterstützte zudem der Landkreis die Ausstellungs-GmbH.

Für die Ausstellungsfirmen ist der direkte Kontakt zu den Kunden sehr wichtig. Darum war die Absage für sie besonders schmerzhaft. Bernd Sievert fügte hinzu, dass die Ausstellung in den letzten Jahren zu einem Besuchermagnet für Familien geworden sei. Inzwischen nimmt der Ausstelleranteil für  Haus, Garten, Bauen sowie den Freizeitbereich die Hälfte aller Aussteller ein.

Die Mitarbeiter der Ausstellung machten aus der Not eine Tugend und nutzten die Zeit, um Dinge für das nächste Jahr zu planen, die normalerweise fremd eingekauft worden wären. Darüber hinaus wurden Konzepte entwickelt, die im Bereich der Digitalisierung Fortschritte zur Folge hatten. Das Ausstellungsgelände bekommt in diesem Jahr einen eigenen Netzanschluss, sodass das Gelände digital autark sein wird, und auch Aussteller und Publikum langfristig mit W-Lan versorgt werden können. Aber auch die Eintrittsregularien sollen in Zukunft digital organisiert werden. So könnten auch Besucherströme besser gelenkt werden, so Dirk Gieschen. Volker Harling war vom ehrenamtlichen Engagement der Mitarbeiter sehr beeindruckt. Ganzjährig sind lediglich fünf Angestellte im Ausstellungsbüro beschäftigt, wobei die Geschäftsführung und die Abteilungsleiter nebenberuflich arbeiten. Die Mitarbeiterzahl steigt bis zum Beginn der Ausstellung auf 250 Personen, die sich mit ihr identifizieren, und für die der Zuverdienst nicht im Mittelpunkt stehe. Diese eingespielten Teams sind für das Gelingen als auch für die Außendarstellung der Ausstellung besonders wichtig. Darauf wies auch der Bürgermeister der Gemeinde Tarmstedt, Wolf Vogel, noch einmal hin: „Wir können sehen, dass es sich hier um ein sehr kompetentes Team handelt, und es ist eine Freude zu sehen, wie sich diese Ausstellung in den letzten Jahren entwickelt hat.“ Bernd Sievert machte seinerseits deutlich, wie wichtig diese sowohl landwirtschaftliche als auch Gewerbe-Ausstellung für das Zusammenwachsen der Region sei.