Bernd Sievert besucht das Heidebad in Wilstedt

Im Rahmen seiner Gesprächstour „Sievert im Gespräch“ besuchte der Samtgemeindebürgermeisterkandidat für die Samtgemeinde Tarmstedt, Bernd Sievert, das Heidebad in Wilstedt. Dort sprach er mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Heidebad Wilstedt Günther Nase und mit Pia Bahrenburg, die kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe steht. Der Gesprächstermin wurde schon vor einigen Wochen festgelegt, bevor das Heidebad durch die unglückliche Personalplanung der Samtgemeinde ein Entsetzen bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern hervorrief.

Zu Beginn des Gesprächs wies Günther Nase darauf hin, dass der Förderverein Heidebad Wilstedt 250 Mitglieder habe, die sich seit Jahren für die Aufrechterhaltung des Badebetriebs einsetzen und durch ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement für das äußere Erscheinungsbild des Heidebads sorgen. Darüber hinaus finanziert der Förderverein unter anderem Kinderspielgeräte, Sonnenliegen und Strandstühle. Aber auch Kinderschwimmkurse und die Unterstützung von DLRG-Kräften bei der Bad- und Schwimmaufsicht an Öffnungstagen mit vielen Badegästen werden von Vereinsmitgliedern organisiert. Ohne die Arbeitseinsätze der Fördervereinsmitglieder könnte der Badebetrieb in seinem heutigen Umfang nicht aufrechterhalten werden.

Pia Bahrenburg arbeitete an der Kasse des Wilstedter Heidebads, bevor sie sich entschlossen hatte, eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe in Lilienthal zu beginnen. Sie begann diese Ausbildung, weil ihr zugesagt wurde, dass sie im Anschluss in Wilstedt arbeiten könne. Die geänderte Personaleinsatzplanung der Samtgemeinde, die zur Folge hätte, dass sie im Anschluss an ihre Ausbildung zuerst einmal ihren Dienst im Ummelbad in Hepstedt antreten solle, überraschte sie sehr. Hinsichtlich dieser Entscheidung wurde sie im Vorfeld nur kurz informiert.

Bernd Sievert ergänzte, dass die Samtgemeinderatsmitglieder am 30.04.21 zur Mittagszeit aus dem Rathaus eine E-Mail bzgl. der drei Samtgemeindeschwimmbäder erhielten. Jedoch ging aus dieser E-Mail nicht hervor, dass der Samtgemeindebürgermeister bereits am gleichem Tag ein Pressegespräch in dieser Angelegenheit hatte. Die Ratsmitglieder erfuhren lediglich am Montag, dem 3. Mai davon aus der Presse. „Die Fördervereine und Pia Bahrenburg hätten unbedingt im Vorfeld der Entscheidungen mit eingebunden werden müssen“, so Sievert. In einem Brief vom 04.05. der drei Fördervereinsvorsitzenden an den Samtgemeindebürgermeister wurde dieses Vorgehen in aller Deutlichkeit gerügt. „Das ist aus unserer Sicht kein besonders wertschätzender Umgang mit ehrenamtlichen Aktiven, die der Samtgemeinde bei den Freibädern als Partner zur Seite stehen – und darauf hoffen, dass dies auch umgekehrt ist.“  Bernd Sievert und Günther Nase waren sich einig, dass man die Personalprobleme mit Hilfe der umliegenden Bäder lösen könne. Darüber hinaus haben die Fördervereine schon mehrfach bewiesen, dass sie durchaus in der Lage sind, für die unterschiedlichsten Probleme Lösungen zu finden. Pia Bahrenburg ergänzte, dass in ihrem Ausbildungsjahrgang mehrere Auszubildende noch keine Anschlussverträge hätten.

„Die Proteste der Wilstedter Bürger gegen die Pläne der Samtgemeinde haben gezeigt, dass es nicht hinzunehmen ist, wenn Bäder einfach geschlossen werden. Die Reaktionen der Bürger sind ein sehr gutes Zeichen für ein bürgerliches ehrenamtliches Engagement“, so Sievert.

„Die Aufrechterhaltung der drei Bäder ist nicht nur aus Sicht der gesundheitlichen Prävention wichtig. Gerade in der heutigen Zeit ist die Funktion als Ort der Begegnung, wo soziale Kontakte geknüpft und aufrechterhalten werden, von besonderer Bedeutung. Weiterhin müssen wir Voraussetzungen schaffen, dass jedes Kind bis zum Ende der Grundschulzeit schwimmen lernt und dieses nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt“, fügte Sievert hinzu. Alle drei waren sich einig, dass Freibäder nie wirtschaftlich geführt werden aber auch die sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen ebenfalls nicht präzise finanziell erfasst werden können. An dieser Stelle habe der Staat eine überaus wichtige Aufgabe und Funktion, Orte der Begegnung und der gesundheitlichen Förderung zu schaffen und zu erhalten.

Zum Schluss des Gesprächs brachten Pia Bahrenburg und Günther Nase noch einmal ihre Wünsche zum Ausdruck, dass ein Samtgemeindebürgermeister Sievert die Aufrechterhaltung aller drei  Freibäder gewährleistet und mit dem Personal als auch mit den ehrenamtlichen Helfern wertschätzend umgegangen wird. Bernd Sievert bedankte sich sich für das Gespräch und betonte noch einmal , dass auch für ihn die Erhaltung der Bäder eine hohe Priorität habe. „Auch eine transparente, offene und wertschätzende Kommunikation waren und sind für mich immer eine Voraussetzung im Umgang mit anderen Menschen.“