Umwelt

Die Grundversorgung in Bezug auf Trinkwasser und Energie als auch die Abwasserentsorgung ist durch öffentliche Hand gesichert. Eine Vergabe dieser Bereiche an private Firmen kommt für mich nicht infrage. Kommunale Aufgaben bzw. Dienstleistungen der Daseinsvorsorge müssen nach meiner Ansicht in öffentlicher Hand bleiben. Ich möchte nach weiteren Möglichkeiten suchen, diese wichtigen Dienstleistungen in kommunaler Hand zu halten. An dieser Stelle ist auch zu überlegen, wie unsere Kläranlage energieeffizienter zu betreiben ist.

Sorgen bereitet mir die zunehmende Belastung des Grundwassers durch Düngeeinflüsse. Die Düngeverordnung wird zwar in Berlin gemacht, die Tarmstedter Landwirtschaftsausstellung sehe ich allerdings als gute Möglichkeit, um dieses Problem zu diskutieren und Lösungsansätze zu finden sowie ein stärkeres Problembewusstsein hierfür zu entwickeln. Die Wasserversorgungsverbände müssen weiterhin in diese Diskussion eingebunden werden.

Das Abwassersystem in der Samtgemeinde Tarmstedt funktioniert dank rechtzeitiger Baumaßnahmen in der Vergangenheit und dank dem solidarischem Handeln der Zentralgemeinden gegenüber den kleineren Dörfern recht gut. Sorgen macht mir eher der kommende Reparaturbedarf am teilweise veralteten Kanalnetz. Ich bin mir jedoch sicher, wenn die Samtgemeinde weiterhin kontinuierlich das Kanalnetz pflegt und darin investiert, sind wir auf der sicheren Seite.

In der Energieversorgung bietet sich ein relativ buntes Bild. Solar-, Windenergie- und Biogasanlagen ergänzen zunehmend den Energiemix. Hier gilt es sich dafür einzusetzen neue Bereiche für Solar- und Windparks zu entwickeln und im Bereich Biogasanlagen Technologien zu fördern, die nicht ausschließlich auf Mais setzen und andere Substrate wie z.B. Gülle verarbeiten.

Als ein weiterer Bereich wird Wasserstoff als Speichermedium für überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in Zukunft eine große Rolle spielen.