Samtgemeindeform erhalten

„Samtgemeinde contra Einheitsgemeinde“

In den letzten Jahren wurde immer wieder zur Diskussion gestellt, die kommunale Verwaltungsebene der Samtgemeinde durch die Einheitsgemeinde zu ersetzen.

Im Mittelpunkt der Argumentation pro Einheitsgemeinde werden immer wieder finanzielle Einsparungen und Synergieeffekte angeführt.

Natürlich entsteht durch die Räte der Mitgliedsgemeinden einer Samtgemeinde ein Kostenaufwand, der in einer Einheitsgemeinde eingespart werden könnte. Aus meiner Sicht ist dieser Kostenaufwand gerechtfertigt, weil der demokratische Wille der Bürger*innen berücksichtigt wird.

In den letzten Jahren wurde immer wieder beklagt, dass sich zu wenige Bürger*innen kommunalpolitisch engagieren. Darüber hinaus vernimmt man immer öfter eine ablehnende Haltung gegenüber Politiker*innen.

Exakt an dieser Stelle ist die Erhaltung der politischen Mitgliedsgemeinden von entscheidender Bedeutung hinsichtlich der Bürgernähe, der Transparenz kommunalpolitischer Entscheidungen und der Authentizität der Kommunalpolitiker*innen.

Ratsmitglieder der Gemeinderäte können Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen z.B. für Kinderspielplätze besser beurteilen als Samtgemeinderatsmitglieder, die nicht in der jeweiligen Gemeinde wohnen.

Genau dieses Beispiel macht für mich deutlich, dass die Samtgemeinde mit ihren acht eigenständigen Mitgliedsgemeinden ein Ausdruck von gelebter Bürgernähe und Demokratie ist. Die möglichen Einsparungs- und Rationalisierungseffekte durch eine einheitliche Verwaltung und nur einen gemeinsamen Rat halte ich deshalb für zweitrangig.

Ich habe bisher in meiner ehrenamtlichen Arbeit als Mitglied im Tarmstedter Gemeinderat und im Samtgemeinderat die Zusammenarbeit im Gemeindeverbund als hoch effektiv erlebt. Die Belange der Bürger*innen wurden bei Entscheidungen immer mit berücksichtigt.

Deshalb werde ich als Samtgemeindebürgermeister an der Struktur der Samtgemeinde festhalten wollen.